Blockaden überwinden

Blockaden überwinden, die dich als Künstler von der Selbstvermarktung abhalten

„Ich bin Künstler und kein Marketingprofi.“ Warum scheuen sich Kunstschaffende so oft, wenn es um Selbstvermarktung bzw. Eigenwerbung geht, um das Bewerben und Verkaufen der eigenen Werke und Leistungen?


Entdeckt und gefördert zu werden ist keine verlässliche Grundlage für eine künstlerische Existenz. Irgendwoher muss das Geld für den Lebensunterhalt kommen.

Nicht selten gibt es einen mehr oder weniger auskömmlichen Nebenjob, der die Miete zahlt und für das Essen auf dem Tisch sorgt. Aber eigentlich sollte ein professioneller Künstler von seiner Profession leben können. Zumal der Nebenjob meist Zeit und Nerven bindet, die eigentlich der Kunst zugute kommen sollten.

Das Gefühl, sich zu „verkaufen“

Viele Künstlerinnen und Künstler stehen Aufgaben wie Verkauf, Marketing oder Eigenwerbung skeptisch gegenüber. Doch niemand muss sein Ich, seine ethischen Grundsätze oder seine Ästhetik verleugnen, wenn es darum geht, sich auf dem visuellen, akustischen, literarischen oder darstellenden Kunstmarkt selbstbewusst zu präsentieren. Und Geld zu verlangen für eine künstlerische Leistung. Es hilft bereits, sich dieser Ängste bewusst zu werden.

Was steckt hinter den verschiedenen Blockaden?

Die Angst, sich als Person zu zeigen und damit angreifbar zu werden.

Der Übergang zwischen Künstler und Kunstwerk ist fließend. Das Publikum will wissen, wer der Mensch ist, der auftritt oder ausstellt. Denn so wird die Kunst fassbarer und das Erlebnis intensiver. Lass die Menschen teilhaben an deinen Entstehungsprozessen und an der Auseinandersetzung mit Kunst. Dies macht deine Kunst nachvollziehbar und ermöglicht ein tieferes Verständnis für deine Arbeit. Öffentlichkeits- und Pressearbeit und die sozialen Medien sind geeignete Wege, deinem Publikum Einsicht zu geben in deinen Arbeitsablauf oder in Gedanken und Beweggründe deines Schaffens.

Die Angst, als Eindringling oder Störenfried wahrgenommen zu werden.

„Ich möchte niemanden mit meiner E-Mail belästigen.“ Die Menschen, die sich für dein kreatives Angebot interessieren, werden sich nicht gestört fühlen, sobald sie davon erfahren. Im Gegenteil: Sie werden für die Information und den Nutzen dankbar sein.

Solange du ein gewisses Maß an den Tag legst, was deine Eigenwerbung angeht, gehst du niemandem auf den Wecker. Wenn du einen regelmäßigen Newsletter verschickst, haben sich die Empfänger dafür extra angemeldet. Wenn du Flyer druckst und auslegst, nehmen nur die ihn mit, denen er ins Auge sticht und bei denen er Interesse weckt. Für welche Maßnahmen du dich entscheidest – sie werden nur von denen wahrgenommen, die ihre Antennen offen haben dafür.

Die Angst, sich mit etwas zu beschäftigen, wovon man wenig Ahnung hat.

Das ist eine Hürde, die wahrscheinlich am leichtesten zu überwinden ist. Was du nicht weißt über Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, musst du lernen oder in Erfahrung bringen. Ja, das kostet Zeit und Aufwand, aber es lohnt sich. Schließlich investierst du damit in deinen eigenen Erfolg.

Solltest zu zögern, weil du fürchtest, es fordere zu viel deiner kostbaren Zeit, die du eigentlich lieber für deine Kunst direkt aufwenden willst, dann bleibt dir immer noch, diese Aufgabe zu delegieren. Um das zu beurteilen, musst du allerdings wenigstens anfangen, dich damit zu beschäftigen.

Die Angst, sich zu blamieren.

Was ist deine schlimmste Horrorvorstellung? Nicht ernstgenommen zu werden als Künstlerin oder Künstler? Bestimmten Ansprüchen nicht zu genügen?
Dahinter steckt wahrscheinlich einer der Glaubenssätze aus deiner Kindheit. Alte, meist negative Gedankenmuster, die wir von Eltern, Erziehern oder aus dem Freundeskreis übernommen haben. „Nur wer sich genug anstrengt, erreicht etwas im Leben.“ „Dränge dich nicht in den Vordergrund.“ „Nur das Beste ist gut genug.“ „Du bekommst nichts geschenkt im Leben.“ Jeder kennt diese Sätze, die uns unbewusst durch das ganze Leben begleiten und unsere Handlungen, Entscheidungen und Gefühle beeinflussen. Die uns oft ausbremsen, entmutigen und kleinhalten.

Diese Glaubenssätze zu überwinden bzw. durch neue, positive zu ersetzen, ist aber möglich. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt. Am besten fängst du heute noch an, dich mit deinen ganz persönlichen Glaubenssätzen auseinanderzusetzen.

Die Angst, der Kunst ein Preisetikett zu geben.

Unsere Beziehung zu Geld wird ebenfalls meist in der Kindheit etabliert. Je nachdem, in welchen finanziellen Umständen wir aufgewachsen sind, ob überhaupt über Geld und Finanzen geredet wurde, ob wir den Umgang mit Geld gelernt haben, ob der Glaubenssatz in Richtung „Geld muss schwer verdient sein“ oder „Geld ist dazu da, um es auszugeben und Dinge zu ermöglichen“ ging – all dies beeinflusst unbewusst unsere Fähigkeit, eigene Leistungen und Werke zu bewerten. Ihnen im wahrsten Sinn des Wortes einen Wert zu geben.

„Bin ich zu teuer?“ bzw. „Bin ich zu billig?“ lässt sich nie mit Ja oder Nein beantworten. Wie so oft kommt es darauf an. Auf jeden Fall sollte diese Angst, den richtigen Preis zu finden, dich nicht von Eigenwerbung abhalten. Denn solange du dich nicht auf den Markt begibst und deine Ware „handelst“, hat deine künstlerische Leistung bzw. dein Kunstwerk keinen fest bemessenen Wert.

Jedem, der sich tiefergehend mit der Ökonomisierung der Kunstwelt beschäftigen will, empfehle ich an dieser Stelle das Buch „Geld frisst Kunst, Kunst frisst Geld“ von Markus Metz und Georg Seeßlen. Ein Pamphlet zum Thema Geld und Kunstmarkt.

Blockaden überwinden, die dich als Künstler von der Selbstvermarktung abhalten

„Ich bin Künstler und kein Marketingprofi.“ Warum scheuen sich Kunstschaffende so oft, wenn es um Selbstvermarktung bzw. Eigenwerbung geht, um das Bewerben und Verkaufen der eigenen Werke und Leistungen?


Entdeckt und gefördert zu werden ist keine verlässliche Grundlage für eine künstlerische Existenz. Irgendwoher muss das Geld für den Lebensunterhalt kommen.

Nicht selten gibt es einen mehr oder weniger auskömmlichen Nebenjob, der die Miete zahlt und für das Essen auf dem Tisch sorgt. Aber eigentlich sollte ein professioneller Künstler von seiner Profession leben können. Zumal der Nebenjob meist Zeit und Nerven bindet, die eigentlich der Kunst zugute kommen sollten.

Das Gefühl, sich zu „verkaufen“

Viele Künstlerinnen und Künstler stehen Aufgaben wie Verkauf, Marketing oder Eigenwerbung skeptisch gegenüber. Doch niemand muss sein Ich, seine ethischen Grundsätze oder seine Ästhetik verleugnen, wenn es darum geht, sich auf dem visuellen, akustischen, literarischen oder darstellenden Kunstmarkt selbstbewusst zu präsentieren. Und Geld zu verlangen für eine künstlerische Leistung. Es hilft bereits, sich dieser Ängste bewusst zu werden.

Was steckt hinter den verschiedenen Blockaden?

Die Angst, sich als Person zu zeigen und damit angreifbar zu werden.

Der Übergang zwischen Künstler und Kunstwerk ist fließend. Das Publikum will wissen, wer der Mensch ist, der auftritt oder ausstellt. Denn so wird die Kunst fassbarer und das Erlebnis intensiver. Lass die Menschen teilhaben an deinen Entstehungsprozessen und an der Auseinandersetzung mit Kunst. Dies macht deine Kunst nachvollziehbar und ermöglicht ein tieferes Verständnis für deine Arbeit. Öffentlichkeits- und Pressearbeit und die sozialen Medien sind geeignete Wege, deinem Publikum Einsicht zu geben in deinen Arbeitsablauf oder in Gedanken und Beweggründe deines Schaffens.

Die Angst, als Eindringling oder Störenfried wahrgenommen zu werden.

„Ich möchte niemanden mit meiner E-Mail belästigen.“ Die Menschen, die sich für dein kreatives Angebot interessieren, werden sich nicht gestört fühlen, sobald sie davon erfahren. Im Gegenteil: Sie werden für die Information und den Nutzen dankbar sein.

Solange du ein gewisses Maß an den Tag legst, was deine Eigenwerbung angeht, gehst du niemandem auf den Wecker. Wenn du einen regelmäßigen Newsletter verschickst, haben sich die Empfänger dafür extra angemeldet. Wenn du Flyer druckst und auslegst, nehmen nur die ihn mit, denen er ins Auge sticht und bei denen er Interesse weckt. Für welche Maßnahmen du dich entscheidest – sie werden nur von denen wahrgenommen, die ihre Antennen offen haben dafür.

Die Angst, sich mit etwas zu beschäftigen, wovon man wenig Ahnung hat.

Das ist eine Hürde, die wahrscheinlich am leichtesten zu überwinden ist. Was du nicht weißt über Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, musst du lernen oder in Erfahrung bringen. Ja, das kostet Zeit und Aufwand, aber es lohnt sich. Schließlich investierst du damit in deinen eigenen Erfolg.

Solltest zu zögern, weil du fürchtest, es fordere zu viel deiner kostbaren Zeit, die du eigentlich lieber für deine Kunst direkt aufwenden willst, dann bleibt dir immer noch, diese Aufgabe zu delegieren. Um das zu beurteilen, musst du allerdings wenigstens anfangen, dich damit zu beschäftigen.

Die Angst, sich zu blamieren.

Was ist deine schlimmste Horrorvorstellung? Nicht ernstgenommen zu werden als Künstlerin oder Künstler? Bestimmten Ansprüchen nicht zu genügen?
Dahinter steckt wahrscheinlich einer der Glaubenssätze aus deiner Kindheit. Alte, meist negative Gedankenmuster, die wir von Eltern, Erziehern oder aus dem Freundeskreis übernommen haben. „Nur wer sich genug anstrengt, erreicht etwas im Leben.“ „Dränge dich nicht in den Vordergrund.“ „Nur das Beste ist gut genug.“ „Du bekommst nichts geschenkt im Leben.“ Jeder kennt diese Sätze, die uns unbewusst durch das ganze Leben begleiten und unsere Handlungen, Entscheidungen und Gefühle beeinflussen. Die uns oft ausbremsen, entmutigen und kleinhalten.

Diese Glaubenssätze zu überwinden bzw. durch neue, positive zu ersetzen, ist aber möglich. Nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt. Am besten fängst du heute noch an, dich mit deinen ganz persönlichen Glaubenssätzen auseinanderzusetzen.

Die Angst, der Kunst ein Preisetikett zu geben.

Unsere Beziehung zu Geld wird ebenfalls meist in der Kindheit etabliert. Je nachdem, in welchen finanziellen Umständen wir aufgewachsen sind, ob überhaupt über Geld und Finanzen geredet wurde, ob wir den Umgang mit Geld gelernt haben, ob der Glaubenssatz in Richtung „Geld muss schwer verdient sein“ oder „Geld ist dazu da, um es auszugeben und Dinge zu ermöglichen“ ging – all dies beeinflusst unbewusst unsere Fähigkeit, eigene Leistungen und Werke zu bewerten. Ihnen im wahrsten Sinn des Wortes einen Wert zu geben.

„Bin ich zu teuer?“ bzw. „Bin ich zu billig?“ lässt sich nie mit Ja oder Nein beantworten. Wie so oft kommt es darauf an. Auf jeden Fall sollte diese Angst, den richtigen Preis zu finden, dich nicht von Eigenwerbung abhalten. Denn solange du dich nicht auf den Markt begibst und deine Ware „handelst“, hat deine künstlerische Leistung bzw. dein Kunstwerk keinen fest bemessenen Wert.

Jedem, der sich tiefergehend mit der Ökonomisierung der Kunstwelt beschäftigen will, empfehle ich an dieser Stelle das Buch „Geld frisst Kunst, Kunst frisst Geld“ von Markus Metz und Georg Seeßlen. Ein Pamphlet zum Thema Geld und Kunstmarkt.

Eine Pressemeldung erstellen, die ankommt

Du musst eine Pressemeldung verfassen, weißt aber nicht so recht, welcher Aufbau richtig ist und welche DOs and DON’Ts es gibt? Lade dir hier kostenlos die komplette Anleitung herunter, wie du eine Pressemeldung für deinen künstlerischen Anlass schreibst und so in die Medien kommst.

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